No grazie, non fumo
 
 
 
No grazie, non fumo

Text, Konzept, Gestaltung

«Dank meiner nonna habe ich früh gelernt, dass die Menschen in Filmen nicht wirklich sterben und dass das Blut, das darin vorkommt, kein richtiges ist, sondern Ketchup. Heute noch denke ich bei blutigen Filmszenen daran, wie klebrig es auf Filmsets doch sein muss. Und bei Ketchup stelle ich mir meinen jungen Grossvater vor, wie er einst seinen Kindern zum pranzo manchmal spaghetti al ketchup kochte, weil meine nonna noch bei der Arbeit war.»

Francesca Petrarca erzählt in «No grazie, non fumo» von ihrer Grossmutter, die in den 1950er Jahren allein aus Italien in die Schweiz eingewandert ist. Davon, wie sich ihre Grosseltern später in Winterthur eine gemeinsame Existenz aufbauten und wie sie nach ihrer Pensionierung nach Rimini zogen. Sie erzählt, was nun, da ihre nonni nicht mehr sind, zurückbleibt und wie Gegenstände, Anekdoten und das lasagne-Kochen über den Verlust hinwegtrösten. Erinnerungen türmen sich auf wie die Schichten einer cremigen lasagne, Geschichten farbig wie Riminis vergangene Zeiten, mit einem Hauch von Italienisch wenn die nonna etwas zu kontern hatte. 

Die Historikerin Flavia Grossmann ergänzt dieses literarische Porträt mit historischen Beiträgen, schildert mit Klarheit die Komplexität der Schweizer Migrationspolitik.

Verlag: edition clandestin, Biel/Bienne
www.edition-clandestin.ch

2021, Freirückenbroschüre, 12.5 × 19 cm, 80 Seiten, 4-farbig, Texte deutsch und italienisch, ISBN 978-3-907262-10-8

Das Buch kann ab sofort bestellt werden!


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